HEILE WELT

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9. August 2014 ab 15 Uhr
Aktion und Skulptur

Kurator: Christian Schoen

Strand Ostseebad Ahrenshoop



     
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Künstlergruppe GÆG Thomas Huber (München) und Wolfgang Aichner (München)

In westlicher Richtung vor Ahrenshoop wird zeitlich befristet eine Schwimmplattform in tiefem Wasser verankert – nah genug um Details des Objektes mit bloßem Auge wahrzunehmen, weit genug um für Schwimmer eine Herausforderung zu sein. An vier in den Meeresgrund gerammten Pflöcken auf der Sandbank entsteht die Konstruktion einer Kulisse, wie man sie für eine Filmproduktion bauen würde, bis zu circa drei Meter über dem Wasserspiegel. Die Kulisse zeigt eine überlebensgroße Parkbank, perspektivisch und reliefartig auf eine Zwei-Dimensionalität verzerrt (Farbe: Waidmannsgrün). Eine nächtliche Beleuchtung mit einem passenden Strahler ist nicht auszuschließen.

GÆG setzt bei diesem Konzept wieder auf die gezielte Deplatzierung eines inhaltlich vielschichtig aufgeladenen Sujets. So entwickeln sich neue Denkstränge wie „besonders ruhiger Ort“ oder „Off-shore Banking“, als Anspielung sowohl auf die herrschende Finanzkrise, aber auch als Hinweis auf die Platzierung von Windrädern und Offshore-Parks. Hier stellen sich Fragen zur alternativen Energiegewinnung - sind Windräder nun Fluch oder Segen? Gibt es andere Gestaltungsmöglichkeiten für diese optisch unbeliebten, aber technisch notwendigen Kolosse?

Gleichzeitig darf „Immobilie“ auch als Kommentar zum steigenden Meeresspiegel als Folge des Klimawandels verstanden werden. Schon heute hinterlässt das Meer seine Spuren an der Halbinsel, trägt Land ab und erobert stellenweise ganze Landstriche.